Aktien Grundlagen

Aktien Grundlagen: Alles was Anfänger wissen müssen

Sie möchten in Aktien investieren, aber die Begriffe "Börse", "Dividende" und "KGV" klingen wie eine Fremdsprache? Keine Sorge – Aktien sind einfacher zu verstehen, als Sie denken. In diesem Artikel erklären wir Ihnen alles über Aktien Grundlagen: Was Aktien sind, wie die Börse funktioniert und wie Sie Ihre erste Aktie kaufen.

Lesezeit: ca. 15 MinutenAktualisiert: Januar 2026

Was sind Aktien? Einfach erklärt

Stellen Sie sich vor, Sie und neun Freunde gründen gemeinsam eine Pizzeria. Jeder zahlt 10.000 Euro ein, zusammen haben Sie 100.000 Euro Startkapital. Jeder von Ihnen besitzt nun 10% der Pizzeria – Sie sind alle Miteigentümer. Genau so funktionieren Aktien: Eine Aktie ist ein Anteil an einem Unternehmen.

Aktie auf einen Blick

Eine Aktie ist ein Wertpapier, das einen Anteil am Grundkapital einer Aktiengesellschaft (AG) verbrieft. Als Aktionär sind Sie Miteigentümer des Unternehmens und haben Anspruch auf einen Teil des Gewinns.

Warum geben Unternehmen Aktien aus?

Unternehmen brauchen Geld, um zu wachsen – für neue Maschinen, Mitarbeiter oder die Expansion in andere Länder. Dieses Kapital können sie sich auf zwei Wegen beschaffen:

  • 1
    Kredite aufnehmen: Das Unternehmen leiht sich Geld von einer Bank und zahlt es mit Zinsen zurück.
  • 2
    Aktien ausgeben: Das Unternehmen verkauft Anteile an Investoren. Diese bekommen dafür Miteigentum – aber das Geld muss nicht zurückgezahlt werden.

Der erste öffentliche Verkauf von Aktien heißt "Börsengang" oder "IPO" (Initial Public Offering). Danach werden die Aktien an der Börse gehandelt – Anleger können sie untereinander kaufen und verkaufen.

Was bekommen Sie als Aktionär?

Als Miteigentümer eines Unternehmens haben Sie bestimmte Rechte:

Dividende

Viele Unternehmen schütten einen Teil ihrer Gewinne an die Aktionäre aus. Diese Gewinnausschüttung heißt Dividende und wird meist einmal jährlich gezahlt. Bei deutschen Unternehmen typischerweise im Frühjahr nach der Hauptversammlung.

Stimmrecht

Bei der Hauptversammlung dürfen Sie über wichtige Entscheidungen abstimmen: Vorstandswahl, Dividendenhöhe, Kapitalerhöhungen. Pro Aktie haben Sie eine Stimme – wer viele Aktien besitzt, hat mehr Einfluss.

Kursgewinn

Wenn das Unternehmen erfolgreich ist, steigt meist auch der Aktienkurs. Sie können Ihre Aktien dann teurer verkaufen, als Sie sie gekauft haben. Dieser Gewinn heißt Kursgewinn oder Kapitalertrag.

Informationsrecht

Börsennotierte Unternehmen müssen regelmäßig Geschäftsberichte veröffentlichen. Als Aktionär haben Sie das Recht, über die wirtschaftliche Lage des Unternehmens informiert zu werden.

Die Pizza-Analogie

Zurück zu unserer Pizzeria: Wenn Sie 10% besitzen und die Pizzeria einen Jahresgewinn von 50.000 Euro macht, stehen Ihnen 5.000 Euro zu. Das ist Ihre "Dividende". Wenn jemand anderes für Ihren 10%-Anteil plötzlich 15.000 Euro zahlen würde (statt der ursprünglichen 10.000 Euro), haben Sie einen "Kursgewinn" von 5.000 Euro erzielt.

Wie funktioniert die Börse?

Die Börse ist der Marktplatz, an dem Aktien gehandelt werden – vergleichbar mit einem Wochenmarkt, nur dass statt Obst und Gemüse Unternehmensanteile den Besitzer wechseln. Hier treffen Käufer (die Aktien haben wollen) auf Verkäufer (die Aktien loswerden möchten).

Preisbildung durch Angebot und Nachfrage

Der Aktienkurs entsteht wie bei jedem Markt durch Angebot und Nachfrage:

Kurs steigt

Mehr Käufer als Verkäufer wollen die Aktie. Die Nachfrage übersteigt das Angebot – Käufer müssen höhere Preise bieten, um zum Zug zu kommen.

Kurs fällt

Mehr Verkäufer als Käufer sind am Markt. Das Angebot übersteigt die Nachfrage – Verkäufer müssen niedrigere Preise akzeptieren, um ihre Aktien loszuwerden.

Handelszeiten der wichtigsten Börsen

Börsen haben feste Öffnungszeiten. Außerhalb dieser Zeiten findet kein regulärer Handel statt:

BörseHandelszeiten (MEZ)Besonderheit
Xetra (Frankfurt)09:00 - 17:30 UhrWichtigste deutsche Börse
NYSE (New York)15:30 - 22:00 UhrGrößte Börse weltweit
NASDAQ15:30 - 22:00 UhrTech-Aktien wie Apple, Microsoft
Tradegate08:00 - 22:00 UhrLängere Handelszeiten für Privatanleger

Orderarten verstehen

Wenn Sie eine Aktie kaufen möchten, müssen Sie Ihrem Broker sagen, wie der Kauf ablaufen soll. Die wichtigsten Orderarten sind:

Market Order (Bestens-Order)

"Kaufe sofort zum aktuellen Marktpreis, egal wie hoch." Der Auftrag wird unmittelbar zum nächsten verfügbaren Preis ausgeführt.

Vorteil: Schnelle Ausführung. Nachteil: Kein Preisschutz bei volatilen Märkten.

Limit Order

"Kaufe nur, wenn der Preis maximal X Euro beträgt." Sie legen einen Höchstpreis fest. Der Auftrag wird erst ausgeführt, wenn dieser Preis erreicht wird – oder besser.

Vorteil: Preiskontrolle. Nachteil: Auftrag wird evtl. nicht ausgeführt.

Stop-Loss Order

"Verkaufe automatisch, wenn der Kurs unter X Euro fällt." Eine Absicherung, um Verluste zu begrenzen. Wenn der Kurs den Stop-Preis erreicht, wird automatisch eine Verkaufsorder ausgelöst.

Vorteil: Automatischer Verlustschutz. Nachteil: Kann bei kurzen Kurseinbrüchen ausgelöst werden.

Empfehlung für Anfänger

Als Einsteiger nutzen Sie am besten Limit Orders beim Kauf. So stellen Sie sicher, dass Sie nicht versehentlich zu einem deutlich höheren Preis kaufen, als Sie wollten. Bei sehr liquiden Aktien wie Siemens oder Apple ist eine Market Order aber meist unproblematisch.

Warum schwanken Aktienkurse?

Aktienkurse bewegen sich ständig – manchmal sanft, manchmal wild. Zu verstehen, warum Kurse steigen oder fallen, ist einer der wichtigsten Aktien Grundlagen überhaupt. Die Gründe lassen sich in vier Kategorien einteilen:

1. Unternehmenszahlen

Wenn ein Unternehmen gute Quartalszahlen meldet – höherer Umsatz, mehr Gewinn als erwartet – steigt meist der Kurs. Bei enttäuschenden Zahlen fällt er.

Beispiel: Als Apple 2024 Rekordumsätze beim iPhone meldete, stieg die Aktie an einem Tag um 5%.

2. Wirtschaftliche Faktoren

Zinsentscheidungen der Zentralbanken, Inflation, Arbeitslosenzahlen – all das beeinflusst die Börse. Steigende Zinsen machen Anleihen attraktiver und können Aktien unter Druck setzen.

Beispiel: Als die EZB 2022 die Zinsen anhob, fielen besonders Technologie-Aktien stark.

3. Psychologie und Sentiment

Die Börse wird von Menschen gemacht – und Menschen handeln nicht immer rational. Angst und Gier treiben Kurse oft stärker als fundamentale Daten. In Panik verkaufen alle, in Euphorie kaufen alle.

Beispiel: Im März 2020 brachen die Kurse wegen Corona-Panik um 30% ein – obwohl viele Unternehmen kaum betroffen waren.

4. Nachrichten und Ereignisse

Politische Entscheidungen, Naturkatastrophen, Skandale – unvorhergesehene Ereignisse können Kurse binnen Minuten bewegen. Das Internet hat diese Reaktionen noch beschleunigt.

Beispiel: Die Volkswagen-Aktie verlor durch den Dieselskandal 2015 innerhalb weniger Tage 40% ihres Wertes.

Die wichtigste Erkenntnis

Kurzfristige Kursschwankungen sind normal und unvermeidlich. Wer langfristig investiert, kann diese Schwankungen aussitzen. Historisch hat der Aktienmarkt trotz aller Krisen langfristig etwa 7-8% Rendite pro Jahr erzielt.

Aktienarten im Überblick

Nicht alle Aktien sind gleich. Es gibt verschiedene Arten, die sich in ihren Rechten und Eigenschaften unterscheiden. Hier sind die wichtigsten Unterscheidungen:

Stammaktien vs. Vorzugsaktien

STStammaktien

  • Volles Stimmrecht auf der Hauptversammlung
  • Dividende nicht garantiert
  • Die häufigste Aktienform

Beispiel: Siemens Stammaktie

VZVorzugsaktien

  • Kein oder eingeschränktes Stimmrecht
  • Dafür höhere, oft garantierte Dividende
  • Bevorzugt bei Dividendenzahlung

Beispiel: Volkswagen Vorzugsaktie

Inhaberaktien vs. Namensaktien

Inhaberaktien

Der Besitzer ist automatisch der Eigentümer. Diese Aktien können anonym gehalten und einfach übertragen werden. In Deutschland die traditionelle Form.

Namensaktien

Der Eigentümer wird namentlich im Aktienregister eingetragen. Das Unternehmen weiß, wer seine Aktionäre sind. Zunehmend verbreitet, z.B. bei Deutsche Post.

Blue Chips vs. Small Caps

Aktien werden oft nach der Unternehmensgröße (Marktkapitalisierung) eingeteilt:

Blue Chips (Large Caps)

Große, etablierte Unternehmen mit Milliardenbewertung. Stabil, weniger volatil, oft mit Dividende. Beispiele: Apple, Microsoft, SAP, Allianz.

Marktkapitalisierung: Über 10 Milliarden Euro

Mid Caps (Mittelgroße Unternehmen)

Etablierte Unternehmen mit Wachstumspotenzial. Balance aus Stabilität und Chance. Beispiele: Zalando, HelloFresh, Scout24.

Marktkapitalisierung: 2-10 Milliarden Euro

Small Caps (Kleine Unternehmen)

Kleinere Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial, aber auch höherem Risiko. Volatiler, weniger liquide. Oft im SDAX zu finden.

Marktkapitalisierung: Unter 2 Milliarden Euro

Chancen und Risiken von Aktien

Aktien bieten langfristig die höchsten Renditechancen aller klassischen Anlageklassen – aber auch entsprechende Risiken. Hier ist ein ehrlicher Überblick:

Historische Renditen

Langfristige Performance

~7-8%
Durchschnittliche Jahresrendite (DAX, langfristig)
~10%
S&P 500 (USA, langfristig)
~8%
MSCI World (global, langfristig)

Zum Vergleich: Sparbuch und Festgeld bringen aktuell 2-4%, Staatsanleihen 3-4%.

Praxisbeispiel: Langfristige Investition

Wer im Jahr 2000 – mitten in der Dotcom-Blase – 10.000 Euro in den MSCI World investiert hat, hätte trotz zwei großen Crashs (2000, 2008) heute etwa 35.000 Euro. Das entspricht einer durchschnittlichen Rendite von etwa 5,2% pro Jahr – trotz denkbar ungünstigem Einstiegszeitpunkt.

Wer zur gleichen Zeit einen ETF-Sparplan mit 200 Euro monatlich gestartet hätte, hätte heute über 140.000 Euro – bei Einzahlungen von nur 57.600 Euro.

Volatilität und Drawdowns

Kurzfristig können Aktien stark schwanken. Hier sind die größten Rückgänge (Drawdowns) der letzten Jahrzehnte:

KriseZeitraumMaximaler VerlustErholung
Dotcom-Crash2000-2003-65% (NASDAQ)~15 Jahre
Finanzkrise2007-2009-55% (DAX)~5 Jahre
Corona-CrashFeb-März 2020-38% (DAX)~6 Monate

Ist ein Totalverlust möglich?

Ehrliche Antwort zum Risiko

Bei Einzelaktien: Ja. Wenn ein Unternehmen insolvent geht, kann Ihre Aktie wertlos werden (z.B. Wirecard 2020). Deshalb niemals alles auf eine Karte setzen.

Bei breit gestreuten ETFs: Praktisch ausgeschlossen. Ein MSCI World müsste 1.600 Unternehmen gleichzeitig wertlos werden – das ist unrealistisch. Selbst im schlimmsten Fall wäre nur ein Teil betroffen.

Wie kauft man Aktien?

Der Kauf Ihrer ersten Aktie ist einfacher, als Sie vielleicht denken. Hier ist Ihre Schritt-für-Schritt-Anleitung:

1

Depot eröffnen

Sie benötigen ein Wertpapierdepot bei einem Broker oder einer Bank. Dort werden Ihre Aktien elektronisch verwahrt. Die Eröffnung dauert online meist nur 10-15 Minuten und ist in der Regel kostenlos.

Beliebte Anbieter in Deutschland:

  • Neo-Broker: Trade Republic, Scalable Capital (sehr günstig)
  • Direktbanken: ING, Comdirect, DKB (guter Kompromiss)
  • Klassische Banken: Sparkasse, Deutsche Bank (teurer, aber persönliche Beratung)
2

Geld auf das Verrechnungskonto überweisen

Zu jedem Depot gehört ein Verrechnungskonto. Überweisen Sie den Betrag, den Sie investieren möchten, von Ihrem Girokonto auf dieses Verrechnungskonto. Das dauert meist 1-2 Werktage.

3

Aktie auswählen und Order aufgeben

Suchen Sie die gewünschte Aktie per Name, Kürzel oder ISIN (internationale Wertpapierkennnummer). Geben Sie dann eine Kauforder auf:

  • • Wählen Sie den Handelsplatz (z.B. Xetra, Tradegate)
  • • Entscheiden Sie sich für Orderart (Limit empfohlen)
  • • Geben Sie die Stückzahl oder den Betrag ein
  • • Überprüfen und bestätigen Sie die Order
4

Fertig – Sie sind Aktionär!

Nach erfolgreicher Ausführung der Order erscheint die Aktie in Ihrem Depot. Sie erhalten eine Kaufabrechnung per Post oder digital. Die Aktie gehört nun Ihnen – herzlichen Glückwunsch!

Gebühren beachten

Beim Aktienhandel fallen verschiedene Kosten an. Je niedriger diese sind, desto mehr bleibt von Ihrer Rendite übrig:

KostenartBeschreibungTypische Höhe
OrdergebührPro Kauf oder Verkauf0-10 Euro
DepotgebührJährlich für die Verwahrung0-30 Euro/Jahr
SpreadDifferenz Kauf-/Verkaufskurs0,01-0,5%

Tipp: Kosten minimieren

Neo-Broker wie Trade Republic oder Scalable Capital bieten oft kostenlose Sparpläne und günstige Ordergebühren (0-1 Euro). Bei kleinen Anlagebeträgen können hohe Gebühren einen erheblichen Teil Ihrer Rendite auffressen. Achten Sie bei der Brokerwahl besonders auf die Kosten, die zu Ihrem Anlageverhalten passen.

Aktien vs. ETF: Was ist besser für Anfänger?

Eine der wichtigsten Fragen für Einsteiger: Sollten Sie in Einzelaktien oder ETFs investieren? Die Antwort hängt von Ihren Zielen ab – aber für die meisten Anfänger sind ETFs der bessere Einstieg.

KriteriumEinzelaktienETFs
DiversifikationManuell aufbauenAutomatisch (100-4.000 Titel)
ZeitaufwandHoch (Analyse nötig)Minimal (kaufen & halten)
Wissen nötigViel (Fundamentalanalyse)Wenig (Grundlagen reichen)
RisikoHoch (Totalverlust möglich)Niedriger (breit gestreut)
RenditechancePotenziell höherMarktdurchschnitt
KostenNur OrdergebührenTER 0,1-0,5% + Ordergebühren

Unsere Empfehlung für Einsteiger

Starten Sie mit einem breit gestreuten Welt-ETF wie dem MSCI World oder FTSE All-World. Damit investieren Sie automatisch in hunderte der größten Unternehmen weltweit und müssen sich keine Gedanken über die Auswahl einzelner Aktien machen.

Sobald Sie mehr Erfahrung haben und sich für bestimmte Unternehmen interessieren, können Sie Ihr Portfolio um Einzelaktien ergänzen. Aber auch dann sollten diese maximal 10-20% Ihres Gesamtportfolios ausmachen.

Mehr über ETFs erfahren Sie in unserem Artikel:ETF Grundlagen: Was ist ein ETF?

Häufige Fragen zu Aktien Grundlagen

Was sind Aktien und wie funktionieren sie?

Eine Aktie ist ein Anteil an einem Unternehmen. Wenn Sie eine Aktie kaufen, werden Sie Miteigentümer des Unternehmens. Als Aktionär profitieren Sie von Kursgewinnen, wenn das Unternehmen erfolgreich ist, und erhalten oft Dividenden – also Gewinnausschüttungen. Der Aktienpreis bildet sich an der Börse durch Angebot und Nachfrage: Wollen viele Anleger kaufen, steigt der Kurs. Überwiegen die Verkäufer, fällt er.

Wie viel Geld brauche ich, um Aktien zu kaufen?

Dank moderner Neo-Broker können Sie bereits ab 1 Euro in Aktien investieren – viele Anbieter ermöglichen den Kauf von Bruchstücken (Fractional Shares). Für einen sinnvollen Einstieg empfehlen wir jedoch mindestens 500 bis 1.000 Euro, damit die Ordergebühren im Verhältnis zur Anlagesumme gering bleiben. Wichtiger als die Summe ist, dass Sie nur Geld investieren, das Sie langfristig (mindestens 5-10 Jahre) nicht benötigen.

Kann ich mit Aktien mein gesamtes Geld verlieren?

Ein Totalverlust ist bei Einzelaktien theoretisch möglich – wenn ein Unternehmen insolvent geht, kann die Aktie wertlos werden. Bei breit gestreuten Portfolios oder ETFs ist ein Totalverlust jedoch praktisch ausgeschlossen, da nicht alle Unternehmen gleichzeitig pleite gehen werden. Historisch hat der Aktienmarkt langfristig immer positive Renditen geliefert: Wer 15 Jahre oder länger investiert war, hat mit einem breit gestreuten Portfolio noch nie Verlust gemacht.

Was ist der Unterschied zwischen Aktien und ETFs?

Mit einer Aktie kaufen Sie einen Anteil an einem einzelnen Unternehmen – Sie tragen dessen Erfolg, aber auch dessen Risiko. Ein ETF (Exchange Traded Fund) ist dagegen ein Korb aus vielen Aktien. Mit einem MSCI World ETF investieren Sie beispielsweise in rund 1.600 Unternehmen gleichzeitig. ETFs bieten automatische Diversifikation und sind für Anfänger oft die bessere Wahl. Einzelaktien ermöglichen höhere Renditen, erfordern aber mehr Wissen und Zeit.

Wie werden Aktiengewinne in Deutschland versteuert?

Gewinne aus Aktienverkäufen und Dividenden unterliegen der Abgeltungssteuer von 25% plus Solidaritätszuschlag (5,5% davon) und ggf. Kirchensteuer – insgesamt etwa 26,375% bis 28%. Pro Person gilt ein Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro jährlich (2.000 Euro für Ehepaare). Bis zu dieser Grenze sind Kapitalerträge steuerfrei. Richten Sie bei Ihrem Broker einen Freistellungsauftrag ein, um den Freibetrag automatisch zu nutzen.

Fazit: Der Einstieg in Aktien ist einfacher als gedacht

Aktien Grundlagen zu verstehen ist der erste Schritt auf Ihrem Weg zum erfolgreichen Anleger. Sie wissen jetzt, was Aktien sind, wie die Börse funktioniert und warum Kurse schwanken. Das wichtigste: Aktien sind kein Hexenwerk, sondern ein bewährtes Instrument zum langfristigen Vermögensaufbau.

Für den Anfang empfehlen wir Ihnen einen breit gestreuten ETF statt Einzelaktien. Sobald Sie sich sicherer fühlen, können Sie Ihr Portfolio Schritt für Schritt erweitern. Das Wichtigste: Fangen Sie an – denn beim Investieren ist Zeit Ihr größter Verbündeter.

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Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Investitionen in Wertpapiere sind mit Risiken verbunden. Bitte informieren Sie sich umfassend und ziehen Sie bei Bedarf einen qualifizierten Finanzberater hinzu.

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