Rheinmetall AG
Deutschlands fuehrender Ruestungskonzern und einer der Top-Performer im DAX seit 2022. Mit Kampfpanzern, Munition und Militaerfahrzeugen profitiert Rheinmetall ueberproportional von der NATO-Wiederbewaffnung und dem groessten europaeischen Verteidigungsprogramm seit Jahrzehnten.
Kennzahlen auf einen Blick
Rheinmetall Aktienkurs
Unternehmensprofil
Die Rheinmetall AG wurde 1889 in Duesseldorf gegruendet und ist heute Deutschlands groesster Ruestungskonzern sowie einer der fuehrenden Anbieter von Verteidigungstechnik in Europa. Mit ueber 33.500 Mitarbeitern erwirtschaftet das Unternehmen einen Jahresumsatz von knapp 11 Milliarden Euro.
Das Geschaeftsmodell basiert auf zwei Saeulen: Der Defence-Bereich (ca. 85% des Umsatzes) umfasst gepanzerte Fahrzeuge, Waffensysteme, Munition und Elektronik fuer Streitkraefte weltweit. Der Civil-Bereich (Power Systems) liefert Komponenten fuer die Automobil- und Industriebranche, insbesondere Hochleistungskolben und Grossmotoren.
Seit der "Zeitenwende" 2022 hat sich Rheinmetall zum Top-Profiteur der NATO-Wiederbewaffnungentwickelt. Der Rekord-Auftragsbestand von 52 Milliarden Euro - mehr als vier Jahresumsaetze - sichert langfristiges Wachstum ab. Die Aktie hat sich seit Anfang 2022 mehr als versiebenfacht und gehoert zu den staerksten DAX-Performern ueberhaupt.
Wichtige Fakten zu Rheinmetall
Stammdaten
Geschaeftssegmente
Vehicle Systems
39% AnteilGepanzerte Fahrzeuge, Kampfpanzer und Truppentransporter fuer NATO-Streitkraefte weltweit. Entwicklung und Produktion des Schuetzenpanzers Lynx und Beteiligung am Kampfpanzer Leopard 2.
Weapon and Ammunition
32% AnteilGrosskaliber-Waffen, Munition und Flugabwehrsysteme. Europas groesster Munitionshersteller mit massivem Kapazitaetsausbau fuer NATO-Nachschub.
Electronic Solutions
17% AnteilAufklaerungssysteme, Sensorik, Simulation und Cybersecurity. Hochmargiges Segment mit wachsender Bedeutung fuer moderne Kriegsfuehrung.
Power Systems
12% AnteilKolben, Grossmotoren und Komponenten fuer Automobil- und Industriekunden. Stabiles Geschaeft als Zulieferer, zunehmend auf E-Mobilitaet ausgerichtet.
Die Zeitenwende: Warum Rheinmetall boomt
NATO-Ausgaben steigen
Die meisten NATO-Staaten erhoehen ihre Verteidigungsausgaben auf mindestens 2% des BIP. Deutschland investiert 100 Mrd. EUR aus dem Sondervermoegen plus laufende Budgeterhoehungen.
Rekord-Auftragsbestand
Mit 52 Mrd. EUR Auftragsbestand hat Rheinmetall mehr als 4,5 Jahre Arbeit in den Buechern. Rahmenvertraege fuer Munition, Panzer und Fahrzeuge sichern langfristiges Wachstum.
Kapazitaetsausbau
Rheinmetall investiert massiv in neue Produktionsstaetten fuer Munition und Fahrzeuge. Eine Panzerfabrik in der Ukraine und neue Werke in Deutschland und Ungarn sind geplant.
Finanzkennzahlen im 5-Jahres-Vergleich
| Jahr | Umsatz (EUR) | Nettogewinn (EUR) | EPS (EUR) | Dividende (EUR) | Mitarbeiter |
|---|---|---|---|---|---|
| 2021 | 5,7 Mrd. | 0,33 Mrd. | 7,64 | 3,30 | 24.500 |
| 2022 | 6,4 Mrd. | 0,47 Mrd. | 10,89 | 4,30 | 25.800 |
| 2023 | 7,2 Mrd. | 0,60 Mrd. | 13,92 | 5,70 | 28.000 |
| 2024 | 8,5 Mrd. | 0,82 Mrd. | 19,07 | 6,50 | 30.800 |
| 2025 | 10,8 Mrd. | 1,10 Mrd. | 25,28 | 7,50 | 33.500 |
Quelle: Rheinmetall AG Geschaeftsberichte. Geschaeftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.
SWOT-Analyse Rheinmetall AG
Staerken
- +Fuehrender europaeischer Ruestungskonzern mit breitem Produktportfolio
- +Rekord-Auftragsbestand von 52 Mrd. EUR (>4,5 Jahre Umsatz)
- +Einzige westliche Quelle fuer bestimmte Munitionstypen
- +Langfristige Rahmenvertraege mit NATO-Staaten
- +Starke Marktposition bei Kampfpanzern (Leopard 2) und Schuetzenpanzern (Lynx)
Schwaechen
- -Abhaengigkeit von politischen Entscheidungen und Verteidigungshaushalten
- -Lange Entwicklungszyklen und Zertifizierungsprozesse
- -Automotive-Segment (Power Systems) mit niedrigeren Margen
- -Regulatorische Exportbeschraenkungen koennen Geschaeft beeintraechtigen
- -Fachkraeftemangel bremst Kapazitaetsausbau
Chancen
- Dauerhafte Erhoehung der NATO-Verteidigungsausgaben auf 2-3% des BIP
- Europaeische Wiederbewaffnung nach Zeitenwende
- Grossauftraege aus Ukraine-Wiederaufbau und Ersatzbeschaffung
- Expansion in neue NATO-Maerkte (Schweden, Finnland, Polen)
- Konsolidierung der europaeischen Ruestungsindustrie
Risiken
- Friedensszenarien koennten Nachfrage einbrechen lassen
- Politischer Widerstand gegen Ruestungsexporte
- Wettbewerb durch US-Konzerne (Lockheed, General Dynamics)
- ESG-Bedenken schraenken Investorenbasis ein
- Lieferkettenprobleme bei Rohmaterialien (Spezialstahl, Elektronik)
Dividendenhistorie
| Jahr | Dividende | Rendite | Wachstum |
|---|---|---|---|
| 2021 | 3,30 EUR | 3,5% | - |
| 2022 | 4,30 EUR | 2,2% | +30,3% |
| 2023 | 5,70 EUR | 2,0% | +32,6% |
| 2024 | 6,50 EUR | 1,2% | +14,0% |
| 2025 | 7,50 EUR | 1,0% | +15,4% |
Dividendenpolitik
Rheinmetall verfolgt eine wachstumsorientierte Dividendenpolitik mit einer Ausschuettungsquote von etwa 30% des Nettogewinns. Bei stark steigenden Gewinnen waechst auch die Dividende ueberproportional - in den letzten Jahren um durchschnittlich 20% pro Jahr.
Die Dividendenrendite ist mit etwa 1,0% niedriger als bei klassischen Dividendentiteln, da der Aktienkurs schneller gestiegen ist als die Ausschuettungen. Fuer Wachstumsinvestoren steht jedoch die Kursentwicklung im Vordergrund.
Bewertung und Empfehlung
Unsere Empfehlung: Kaufen
Top-Profiteur der europaeischen Wiederbewaffnung
Bewertungskriterien
Keine Anlageberatung: Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschliesslich der allgemeinen Information und stellen keine Anlageberatung oder Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar. Ruestungsaktien unterliegen besonderen politischen und regulatorischen Risiken. Investitionen in Aktien sind mit Risiken verbunden.
Häufig gestellte Fragen
Die Rheinmetall Aktie hat sich seit Anfang 2022 mehr als versiebenfacht. Der Hauptgrund ist die "Zeitenwende" nach dem russischen Angriff auf die Ukraine. NATO-Staaten haben ihre Verteidigungsausgaben massiv erhoeht, viele wollen das 2%-Ziel erreichen oder uebertreffen. Rheinmetall als fuehrender europaeischer Ruestungskonzern profitiert ueberproportional von Auftraegen fuer Panzer, Munition und Ausruestung. Der Auftragsbestand ist auf Rekordniveau von 52 Mrd. EUR gestiegen.
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